WEIZ RALLYE 2009

 
 

Mit der 2. Auflage der wiederbelebten Weiz Rallye folgte auch der gesamt 3. Lauf zur diesjährigen Austrian Rallye Challenge. Nun waren wir natürlich alle gespannt wie sich diese Veranstaltung so weiterentwickelt hat und ob das Fahrerfeld ähnlich dem Vorjährigen mithalten kann. Bei dem Ablauf selbst kam mit dem neuen Shakedown am Freitag beim Fahrtechnikzentrum des ARBÖ in Ludersdorf bei Gleisdorf gleich mal eine willkommene Neuerung dazu, und auch der Samstag bot mit dem neuen Rundkurs in Anger eine neue Sonderprüfung, aber auch die zwei etwas abgeänderten Prüfungen des Vormittages rund um Passail hatten recht gute Passagen zu bieten. Die Königsprüfung war aber auch heuer wieder der Rundkurs in Koglhof der völlig unverändert vom Vorjahr übernommen wurde. Durch den Wegfall der Landscha Sonderprüfung konnte man einiges an „Stressfaktor“ aus dem Straßenverkehr und der Umwelt bringen. Beim Fahrerfeld gingen schon im Vorfeld der Rallye die tollsten Geschichten und Teams durch die Kehlen der Verantwortlichen, und es hätte nach diesen Meldungen die beste Rallye des heurigen Jahres in Österreich werden sollen. Die Rede war von einer Hand voll Kitcar Teams und noch mehr S2000 Boliden. Geblieben ist ein VW Polo S2000 von Waldherr-Motorsport mit Erich Weber am Steuer und ein aktuelles S1600 Kitcar in Form des Martin Zellhofer mit einem Leih Suzuki Swift S1600 aus der Slowakei, da die gewohnte Rennzitrone nach dem bösen Unfall von der Castrol Rallye noch nicht einsatzfähig ist. Leider war aber auch der Vorjahressieger Peter Ebner nicht am Start. Von den wirklichen siegfähigen Teams der Rallye ÖM folgte lediglich der Willi Stengg dem Aufruf des Veranstalters und brachte den Bio-Ethanol Mitsubishi Lancer Evo 9 aus eigenem Hause an den Start. Es bleibt daher nur zu hoffen, dass einigen Würdenträgern dieser wirklich guten Veranstaltung bei solchen großen Ankündigungen nicht einmal ein böser Nachgeschmack mittels ausbleibenden Fans in Rachen stecken bleibt... Unterm Strich ist ein durchaus herzeigbares Fahrerfeld auf „Challenge - Niveau“ geblieben, und etliche willkommene Gäste mit allem was man bei heimischen Rallyes durchaus spektakulär bewegen kann. Das Wetter hatte nach einigen Tagen Dauerregen wieder kein Einsehen mit der Rallye, und der Shakedown ging als Regenrennen über die Bühne, und das hinderte doch anscheinend etliche Fahrer und Fans dieser gelungenen Premiere beizuwohnen. Der Erste Schock war hier schon beim ersten Rollout des Erich Weber mit dem VW Polo S2000 als man mit einem Lichtmaschinendefekt recht bald wieder aufladen musste. Am Samstag ging es dann gleich in der Früh richtig zur Sache, und als erstes sollte gleich wieder der S2000 Polo vom Erich Weber bei der ersten Zeitkontrolle mit Kupplungsschaden die Rallye beenden. Die doch recht spärlich angereisten Fans sahen dann bei wechselhaften Wetterbedingungen gleich mal den Durchmarsch des als haushohen Favoriten angetretenen Willi Stengg, aber schon auf der 3. Sonderprüfung folgte der große Schock! Bei plötzlich einsetzenden Platzregen setzte der Florian Gruber den Peugeot 306, den er ansonsten ja als Beifahrer des Franz Schulz rallyemäßig beisitzt wegen Aquaplaning fast ungebremst in eine Hausmauer und dies in einer ausgewiesenen Sperrzone. Die unerlaubt stehenden Fans in der Auslaufzone konnten nicht mehr rechtzeitig flüchten. Nach der sofort abgebrochenen Sonderprüfung folgte ein schneller Rettungsseinsatz und auf der Habenseite dieses schweren Unfalles stehen völlig unnötiger weise ein Schwerverletzter und sechs leicht verletzte Fans. Von der Fahrerpaarung musste lediglich der Beifahrer zur Beobachtung ins Spital. Natürlich wird bei solchen Zwischenfällen der ganze Motorsport mal wieder in Frage gestellt, und wir möchten den Verletzten hiermit eine baldige Genesung mit auf dem Weg senden. Die Rallye selbst nahm am Nachmittag ihren Weiterverlauf und damit auch einen souveränen Willi Stengg, der bis zum Schluss seine Führung verwaltete. Auf Rang zwei lag der mit einem völlig unterlegenen Mitsubishi Lancer Evo 3 lange der Franz Sonnleitner, der aber im Finale der Rallye diesen tollen Rang wegen technischer Troubles verlor und im Endklassement nur mit Rang 4 die Lederne bekam. Ebenfalls wegen technischen Troubles am Suzuki Swift S1600 schied der Martin Zellhofer im Laufe des Nachmittages aus. Der 2. Gesamtplatz der Rallye ging am Ende an den Gunthard Puchleitner im Mitsubishi Lancer Evo 7 vor dem Lokalhero und Markenkollegen Martin Pöllabauer im Evo 6. Die Führung im Championat konnte der Harald Ruiner im Renault Clio II mit einer soliden Rallye ausbauen. Zum Schluss bleibt eine gewisse Traurigkeit da es diese Rallye nur groß in die heimischen Zeitungen geschafft hat, da eben dieser vermeidbare Unfall mit etlichen Verletzten passiert ist…

 

Shakedown:

 

 

Kurzauftritt:

 

 

Showauftritt:

 

 
 
Raceaction:

 

 
 

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