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RALLYCROSS EM MELK 2009 |
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Rückblick
Heute möchte ich einen Rückblick der anderen Art machen und zwar über die glorreichen Jahre der Rallycrosszeit. Es war Ende der Achtzigerjahre als die Gruppe B Bomber aus dem Rallyesport verbannt wurden und in den Händen wagemutiger - meist nordländische Fahrer im Rallycrosssport Einzug hielten. Es waren oft ehemalige Werksautos, die damals ohne viel Umbauarbeit auf Zeitenjagd gingen und so für viel Unterhaltung bei den Fans sorgten. Heute sind ja bekanntlich die Fahrzeuge der großen Division nur mehr im Entferntesten mit ihren zwar gleich aussehenden Brüdern der Rallye WM verwandt und der Sport erlebt durch die gähnende Langeweile des Rallyesports eine immer größere Popularität. Um nun aber nicht zu weit vom Thema abzukommen, möchte ich noch mal zurück in die Achtziger, und da im Speziellen zu den Fahrzeugen. Videos und Bildmaterial aus dieser Zeit sind hinlänglich bekannt, aber nun möchte ich euch noch eine andere Variante präsentieren. Der Vitor Lima aus dem fernen Portugal hat es sich zur Aufgabe gemacht anhand von alten Bildern die Fahrzeuge der damaligen Gruppe B Rallycross - Ära im Modell 1:43 nachzubauen, und ich möchte dem Rallycrossvolk diese Modelle nicht vorenthalten. Zusätzlich habe ich in meinem Archiv gekramt und habe etliche reale Bilder dieser tollen Modelle mit eingefügt. |
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| Rallycross EM 2009 Melk
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Nach vier Jahren im steirischen Greinbach ist der EM-Zirkus der Rallycross Heros nach Melk zurückgekehrt. Ob nun auch wieder ein Wechseln zwischen den Veranstaltungsorten auf uns zukommt wird sich weisen, aber dieser heimische Saisonhöhepunkt für Rallyefahrzeuge zeigte uns wieder mal deutlich wie weit die gut betuchten EM-Teams unseren heimischen Teams davongezogen sind, obwohl auch hier die allgemeine Rezession in der Autoindustrie deutliche Spuren hinterlassen hat. Während die Klasse 1A der S1600 Fahrzeuge noch prall gefühlt ist, bröckelt die kostenintensive Gruppe der Megaboliden aus der Division 1 doch recht deutlich. Hier finden sich eigentlich nur mehr eine Hand voll werksunterstützter Teams, ebenso viele Privatteams mit fetten Sponsoren und kaum mehr rührige Privatfahrer, die ansonsten die Masse bei diesem Aktionsport stellen und so fehlte fast die ganze Abordnung von der britischen Insel. In der neuen „Hecktrieblerklasse“ Division 2 fanden sich trotz dreijähriger Zugehörigkeit zur EM nur gut 10 Starter ein. Bei unseren heimischen Vertretern waren es gerade mal 7 Starter, die sich der Europaelite stellten und man kann es schon vorweg nehmen, dass sich trotz kämpferischer Leistungen nicht mal ein Stockerlplatz ausgegangen ist. Überschattet wurde diese Veranstaltung, die bei recht guten Wetterbedingungen ausgetragen wurde durch etliche wilde Abflüge und einem Megacrash im samstäglichen Vorlauf der Division 1. Gerade bei diesem Crash sollte sich herausstellten, was passiert wenn Streckenposten und Funktionäre mit Rennsituationen überfordert sind und leider mussten zwei Rennfahrer einen gravierenden Fehler solcher „Offiziellen“ mit ihrer Gesundheit bezahlen. Während die Trainings – bzw. Zeitläufe noch recht „sanft“ über die Bühne gingen, ging es beim besagten Vorlauf doch recht heftig zur Sache. Kurz zur Ausgangslage: Beim Start bekriegen sich der Schwede Per Eklund im Saab 9-3 und der Deutsche Rene Münnich im Skoda Fabia, worauf der Per mit Lenkungsschaden liegen bleibt. Anstatt das Rennen sofort mit der roter Flagge abzubrechen, ließen die Streckenposten die restlichen Fahrer unter gelb weiterfahren, und es kam was eigentlich kommen musste. Während Stig-Olav Walfriedson im Renault Clio noch rechtzeitig ausweichen konnte, donnern in seiner Staubwolke die Herren Münnich und der Finne Jussi Piomäki im Citroen C4 ungebremst in den Saab des Schweden. Nach mühsamer Bergung der sofort eingetroffenen Rettungsmannschaften bleiben zwei doch recht stark verletzte Fahrer und ein Schaden von weit über 100.000 Euro auf der Habenseite dieses Unfalls. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Unachtsamkeit der „Zuständigen“ nicht Auswirkungen auf die nächsten Jahre im EM-Kalender dieser Veranstaltung haben werden. Die restlichen Vorläufe mussten dadurch auf den Sonntag verschoben werden, und der brachte vor ca. 7.000 Zuschauern unfalltechnisch nur den Totalschaden des Schweden David Johannson im Peugeot 206 S1600, der nach dem Crash auch umgehend ins Spital geflogen wurde. Nun aber zu den Finalläufen und ich habe es schon eingangs erwähnt, sie sollten für unsere Heros nicht gut verlaufen. In der Division 2 siegte der Norweger Knut Ove Borseth mit seinem Ford Fiesta RWD vor dem EM Stammgast Jos Sterkens aus den Niederlanden im Ford Focus RWD. Bester und leider einziger Einheimischer war in dieser Klasse der Sepp Strobl im Mazda RX8. Bei den S1600er Fahrzeugen der Division 1A ging der Sieg an den Russen Eduard Leganov im VW Polo S1600 vor seinen Landsleuten Timur Timerzyanov und Ildar Rakhmatullin beide auf Renault Clio S1600. Mit dem 4. Gesamtplatz fuhr hier unser Christian Petrakovits im Seat Ibiza Kitcar nur knapp an einem Stockerlplatz vorbei. Bei den Turbo- und Allradboliden der Division 1 sah es nach dem Start nach einem Sieg des Norwegers Sverre Isachsen im Ford Focus ERC aus, aber nach einigen Runden musste er seine Führung durch einen Reifenschaden kampflos an den Schweden Michael Jernberg im Skoda Fabia MKII ERC abgeben. Der 2. Rang ging hier an Rekordmeister Kenneth Hansen im Citroen C4 ERC aus Schweden vor seinem Landsmann Stig-Olav Walfriedson auf dem Renault Clio ERC. Bester der kleinen österreichischen Abordnung wurde hier Peter Ramler auf seinem Seat Leon Turbo 4WD mit einem guten 14. Gesamtplatz. |
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Umfeld:
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