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BERGRALLYE KOGLHOF 2009 |
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Nach einem Jahr Abstinenz, kehrt heuer die Bergrallye in Koglhof zum Traditionstermin Ostermontag zurück. Dieser Tag könnte für ein Bergrennen nicht besser passen, denn zum einen kann eh keiner mehr Ostereier oder Weihfleisch sehen, und zum anderen garantiert gerade dieser Tag ein tolles Starterfeld und volle Ränge. Spielt so wie heuer noch das Wetter mit Postkartenhimmel mit, ist große Partystimmung angesagt, und die Besucherzahlen gingen mit 7.000 Fans schon an die Rekordwerte vergangener Jahre heran. Die Männer rund um Veranstaltungschef Rupert Schwaiger scheuten aber auch nicht die Arbeit schon im Vorfeld mittels unzähliger Plakaten kräftig die Werbetrommel zu rühren. Durch die Gegebenheit, dass schon in einigen Monaten die Weiz Rallye zu ihrem 2. Auftritt zu dieser Strecke zurückkehrt, kann man den Bewohnern dieser Gegend einiges an Toleranz und Motorsportverbundenheit nachsagen, und man kann sich dafür nur recht herzlich bedanken. Der Werbewert für die Region und die damit verbundenen Einnahmen seien ihnen darum großzügig gegönnt. Nun aber zum Sportlichen, und hier war man natürlich auf das erneute Zusammentreffen der Heros Hanspeter Laber, Felix Pailer und der natürlich auf seiner Hausstrecke nie zu unterschätzende Rupert Schwaiger gespannt. Aber auch eine Premiere durften wir erleben, denn der aus der Rallye ÖM bestens bekannte Michi Kogler, lieferte mit dem neuen VW Scirocco seinen schon für die Lavanttal Rallye angekündigten Einstand bei einem heimischen Rennen an. Hier schließt sich aber im Bergrennsport wieder einmal ein Kreis, denn der Auer Michi bügelt mit dem Urahn dieses Autotyps noch immer kräftig den Berg hoch. Im speziellen Falle des VW Sciroccos kann man deutlich sehen, inwieweit sich der Zeitgeist der Moderne auf die Modellpolitik der Autoindustrie niedergeschlagen hat, denn war der alte VW Scirocco ein federleichter Sprinter, so sieht das neue Modell eher einem dick gewordenen Hobbysportler vorm Fernseher ähnlich. Wenn man nun das dumpfe Summen des Turbodieselmotors noch hinzuzählt, fragt sich so mancher Zeitgeist, ob der Motorsport nicht so manche Attraktion verliert. Wenn man sich nun die Zeiten der beiden ungleichen Brüder ansieht, hat sich nicht viel geändert, aber eine richtige Freude kommt wegen des fehlenden Motorsounds, und der dicken Russwolke nicht auf. Wie jedes Jahr wurde auch heuer wieder die Gleichmäßigkeitsfahrt des Porsche Clubs durchgeführt, und auch einige „Fremdfahrzeuge“ sorgten für ein randvolles Starterfeld, und die umsichtigen Rennverantwortlichen brachten es trotz einiger Zwischenfälle zustande, ein Rennen in Sollzeit abzuwickeln. Mit so einer vorbildlichen Organisation macht natürlich Motorsport doppelt Spaß, und natürlich konnten da die Fahrer nicht nachstehen, und gaben Gas was ihre Poliden hergaben. Bei den Historischen durften wir mit dem Nikolaus Wolf und dem bewährten Fiat 131 einen neuen Sieger begrüßen. Zwei weitere Renault Clio Siege gab es in der Gr. A mit Helmut Herzog, und in der Gr. H -2000 ccm mit dem Jürgen Pratl. In der großen Gr. H Klasse ging der Sieg wieder an den Didi Holzer auf seinem Mitsubishi Lancer Evo 8. In der Klasse STW -1400 gab es mit dem Sieger Johannes Allmer und dessen VW Polo einen weiteren Wiederholungstäter. Erfreulich auch hier der tolle Wiedereinstieg seines Markenkollegen Peter Fuchsbichler mit Rang drei. In den Klassen 1600 ccm und 2000 ccm gab es mit Christian Pfeifer im Fiat Ritmo und einen souveränen Andi Marko im STW Audi A4 quattro die gewohnten Sieger. Im Falle des Christian Pfeifer dürfte sich mit dem Manuel Michalko und seinem verbreiterten Citroen Saxo sich recht bald ein ernst zu nehmender Gegner einstellen. Diesmal ist es für den Manuel ein beachtlicher 2. Platz geworden. Bei den 2 Litern tut einem der Gerhard Landl schön langsam leid, denn der fährt sich schon die Seele aus dem Leib, aber hier dürfte sich der Audi Spruch „Vorsprung durch Technik“ schon in seine Gehirnrinde eingebrannt haben. Mit dem Roland Eder und dessen VW Golf gab es auch hier einen wohlverdienten Drittplatzierten. In der STW Klasse 2WD über 2 Liter Hubraum hat wohl keiner mit einem anderen Sieger als Lokalmatador Rupert Schwaiger gerechnet, aber im 2. Rennlauf schien die unheimliche Siegesserie zu Ende zu gehen als beim Start eine Halbachse der Porschepower nicht mehr gewachsen war. Seine Mechaniker, die ansonsten immer recht „gemütliche“ Sonntage verbringen, machten das fast Unmögliche möglich, und der Rupert konnte im 3. Rennlauf einen weiteren Siegerkranz abholen. In der Königsklasse über 2000 ccm 4WD sah es nach dem Training nach einer Lancia Delta Integrale Dominanz aus, denn die Herrn Pailer und Nowak legten die Latte verdammt hoch, aber schon im 1. Rennlauf stellte der Hanspeter Laber im Gabat Ford Escort Cosworth die bisherige Rangordnung wieder her. So ging es durch alle drei Rennläufe, und am Ende kam ein überlegener Tagessieg heraus. Der Felix Pailer, der sich gegenüber dem letzten Rennen in Pöllauberg deutlich steigerte, hatte im 1. Rennlauf Kontakt mit einem Reifenstapel, der aber kaum Zeit kostete. Im 3. Rennlauf musste er einen Großangriff wegen eines technischen Defektes ohne Zielankunft abblasen. Der Bergrallyezirkus macht nun eine wohlverdiente Pause von vier Wochen, aber schon in zwei Wochen steigt mit dem Rechbergrennen einer der Höhepunkte der heurigen Bergrennsaison, und man ist gespannt ob für die Heros der heimischen Bergrennszenen Marko, Gabat, Laber und Co Gegner über die Grenzen finden. |
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Raceaction:
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