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JÄNNERRALLYE 2009 |
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Mit der Jännerrallye hat nun also die heimische Rallyesaison 2009 begonnen und wie könnte es anders sein, hat auch in unserer Meisterschaft die Weltwirtschaftskrise eine tiefe Furche gezogen. Sieht man von der reinen Nennliste ab, so könnte man zwar auf eine sanfte Delle setzten, aber wenn man die Saisonplanung der diversen Teams ansieht, so werden wir bei so manchem Lauf mit einem etwas dünnen Starterfeld rechnen müssen, und da ja die Hoffnung als letztes stirbt, werden einige vielleicht doch noch die nötigen Sponsorgelder auftreiben. Wer von den Akteuren nun wirklich eine Schrumpfsaison plant will ich gar nicht näher erwähnen, da die Jännerrallye ja immer schon kein richtiger Gradmesser war. Den richtigen Stand der aktiven Teams werden wir wahrscheinlich erst beim 2. Lauf, der Lavanttal Rallye Ende März sehen. Nun aber wieder zurück zum Auftakt, und von der reinen Starterliste fiel einen schon das Fehlen der Heros aus Tschechien auf, denn kurzfristig wurde die Zugehörigkeit zum Championat unserer nördlichen Nachbarn gestrichen. Somit blieben lediglich eine Handvoll, der sonst so geliebten Akteur, und wenn man so die Aussichten für deren Meisterschaft sieht, dürfte die weltweite Finanzkrise jenseits der Grenze ärgere Auswirkungen haben. Eine weitere Neuigkeit ist die Durchführung der Rallye an den eher ungewöhnlichen Tagen Samstag und Sonntag, da aber der Großteil der Rallyefans eh im Weihnachtsurlaub ist, dürfte die terminliche Versetzung ans Wochenende kein größeres Problem dargestellt haben. Beim Wetter setzte sich wieder die Regel durch, wonach es bei der Jännerrallye nur an den geraden Jahreszahlen durchgehende Schneefahrbahnen gibt, und da wir 2009 schreiben, war es zumindest über weite Teile der Prüfungen trocken. Die wenigen verschneiten Prüfungen wurden fast gänzlich am Sonntag gefahren, aber auch die vereisten Waldpassagen des Samstages waren nicht zu unterschätzen. Von den Temperaturen blieb uns der Winter nichts schuldig, und gerade diese tiefen Temperaturen sorgten für den so beliebten Traktionsmangel. Nun aber zum Sportlichen, und hier ging es schon am Samstag ordentlich nieder, denn wer mit einem Durchmarsch unseres regierenden Meisters Mundl Baumschlager gerechnet hat, wurde doch etwas überrascht. Er kämpfte sich mit seinem „neuen“ Mitsubishi Lancer Evo 9, der noch aus dem Bestand des geschlossenen Red Bull Teams stammte, kräftig durch, doch der schnellste Mann des Samstag Vormittages war nicht unüberraschend der Tscheche Pavel Valousek ebenfalls auf einem Evo 9. Für die meisten - der trotz Kälte - zahlreich angereisten Fans war die doch recht farblose Vorstellung des Manfred Stohls mit dem Erdgas Subaru Impreza, aber auch der hoch eingeschätzte Exweltmeister Stig Blomquist im ex Plöderl Evo 9 recht blass. Wer nun mit einem Durchmarsch des Pavel Valousek gerechnet hatte, wurde bald eines besseren belehrt, denn schon zu Mittag hatte er seinen Mitsubishi bei einem Ausritt abstellen müssen. Von einem Fahrer war man trotz einer gewissen Favoritenrolle doch recht überrascht, denn mit Andreas Waldherr im VW Polo S2000 dominierte ein Mann den restlichen Samstag, obwohl eigentlich keiner den einzigen S2000 Piloten so richtig auf der Siegerliste hatte. Hier kann man zwar die trockenen Bedingungen des Samstages ins Spiel bringen, aber überfrorene Stellen gab es genug, und auch die anderen Kollegen kamen ja auch nicht gerade von einem Kindergeburtstag. Auf den restlichen Top - Plätzen nisteten sich die Gaßners, mit ihre Mitsubishis Evo 9 ein, die sich ein internes Sekundenduell gaben. Mit dem Ergebnis Waldherr, vor Baumschlager und Herrmann Gaßner sen. ging es nun in den Rallyesonntag. Spannend aber auch der Kampf in der Gruppe H, denn hier matchten sich zu einem der Christoph Klausner im Audi Urquattro mit dem italienischen Stammgast Andrea de Luna im infernalischen Renault Clio Williams. Der Sonntag stellte die wieder zahlreich erschienen Fans vor die Frage, ob sich der Andi Waldherr noch die Butter vom Brot nähmen liese, oder es doch noch einen Überraschungssieger geben wird. Bis zum Nachmittag verkürzte der Mundl dann den Rückstand kontinuierlich, aber erst ein Ausritt der Polo Besatzung sorgte für den doch recht glücklichen Sieg des regierenden Rallyemeisters. Obwohl der Polo nicht arg beschädigt war, konnte an eine Weiterfahrt durch ein abgeschertes Rad nicht gedacht werden. Trotzdem muss man ihm ein großes Lob aussprechen, denn von den Top 5 Piloten des Samstages verfügte er über die wenigste Jännerrallye Erfahrung. Die restlichen Stockerlplätze gingen an die Gaßners, und hier konnte sich der Hermann Senior dem Jungspund erwähren. Auf einen doch noch befriedigenden 4. Platz konnte sich schlussendlich auch noch der Manfred Stohl vorarbeiten. Hinter ihm vervollständigte der schwedische Ex Weltmeister Stig Blomquist bei seiner 1. Zielankunft in Freistadt die Top 5. In der hart umkämpften Gruppe H konnte sich Quertreiber Christoph Klausner gegenüber dem Blumenfreund de Luna aus Italien durchsetzen, und auch hier dürfte der nützliche Allradantrieb das Zünglein an der Waage gewesen sein. Nun kommt es zur eigentlichen Winterpause, und das Rallyevolk blickt gespannt zu der Ende März stattfindenden Lavanttal Rallye, wie sich unsere Meisterschaft weiterentwickelt. |
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Raceaction:
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