CASTROL RALLYE JUDENBURG 2009

 
 

Trotz der jetzt fix bestätigten Maribor Rallye als Meisterschaftslauf Anfang Juli ist mit der Castrol Rallye Judenburg die Saisonhalbzeit erreicht. Das Organisationsteam rund um Gerhard Leeb hatte wieder ganze Arbeit geleistet, und stellte wieder eine gewohnt tolle Rallye auf die Beine. Vergessen ist also das Chaos vom Vorjahr rund um die Absage der Stadtsonderprüfung in Judenburg und der Ohrenstoppelvergabe an Anrainer. Lediglich die SP durch das Ö-Ring Gelände musste wegen der Bauarbeiten weichen, und deshalb rutschte die alte Prüfung rauf zur Seetaleralpe wieder ins Freitagsprogramm. Am Samstag gab es als Neuauflage einen Rundkurs in St. Georgen und der erinnert ein wenig an eine asphaltierte 1000 Seen Sonderprüfung und sollte der Rallye wie sich später herausstellte einen bitteren Nachgeschmack bringen. Beim Starterfeld stellten sich zur heimischen Elite noch die Glüher des Mitropacups ein, und nach einiger Zeit der Abwesenheit eine kleine aber feine Abordnung der Slowly Sideways Partie rund um Rallyefoto-Guru Reinhard Klein. Unter ihnen auch die Legende der 80er Jahre in Form des Mercedes 500SL der Scuderia Kassel mit der damaligen Stammbesetzung Sepp Haider und Peter Diekmann am heißen Sitz. Als wäre das nicht schon genug gesellte sich als Vorausfahrzeug noch ein Ferrari 360 der GT Klasse dazu, und gerade dieses Fahrzeug hat wieder mal aufgezeigt wie auch ohne die so beliebten aber verbotenen WRCs toller Rallyesport geboten werden kann. Leider sind diese GT Fahrzeuge bei uns noch immer nicht punkteberechtigt und bleiben bis auf weiters verbannt. Die Rallye selbst, die bei sehr wechselhaften Wetterbedingungen über die Bühne ging, startete gleich am Freitag mit einem Sekundenkrimi zwischen dem Hermann Gaßner jun. im Mitsubishi Lancer Evo 9 und dem Mundl Baumschlager im Werks Skoda Fabia S2000. Dieser Krimi setzte sich den ganzen Tag fort, und am Abend ging mit der SP in Judenburg wieder ein Rallyefest der Extraklasse über die Bühne. Gut 10.000 begeisterte Fans verfolgten diese Showprüfung im Stadtkern und als Krönung lies man die historischen Rallyefahrzeuge als Showprogramm im Massenstart über die Prüfung fahren. Der Sound der ehemaligen Rallyewaffen zwischen den Häuserwänden hat dann für Gänsehaut-Feeling gesorgt und alle Anwesenden, unter ihnen auch viele nicht Motorsportfans, blieb bei dieser Kulisse der Mund offen. Mit dem Stand 1. Hermann Gaßner jun. vor Mund Baumschlager und mit Andi Waldherr im VW Polo S2000 als Dritten ging es in die Nacht und der Samstag sollte mit dem Rundkurs in St. Georgen wie schon erwähnt gleich recht heftig beginnen. Als Haupt-Leidtragender setzte der Hermann Neubauer den Suzuki Swift S1600 recht heftig in eine Hütte neben der Strecke und der Aufprall war so heftig, dass seine Beifahrerin Tina-Maria Monego mit etlichen Knochenbrüchen ins Spital eingeliefert werden musste. Zum krönenden Abschluss dieser Prüfung passierte dann noch dem Mundl das Missgeschick sich in einer Anbremszone zwischen den Pedalen seines Skodas zu verhängen. Die Folge war ein Verbremser und beim sofortigen Zurücksetzen hat er nicht bedacht, dass er gegen die Spielregeln verstoßen und aus der Wertung geflogen wäre. Er entschied sich gleich für eine Selbstaufgabe und der junge Hermann Gaßner konnte einen ungefährdeten Sieg einfahren, da auch der nunmehrige Hauptgegner Andreas Waldherr am VW Polo wieder mal mit technischen Troubles kämpfte. Der 2. Platz ging somit völlig verdient an Jungtalent Patrick Winter im Schlager Mitsubishi Lancer Evo 9 und da der Hermann Gaßner als Deutscher nicht punkteberechtigt ist , konnte der Patrick die vollen Meisterschaftspunkte einsacken. Der letzte Stockerlplatz ging dann doch noch an den Andi Waldherr, der nun in punkto Meisterschaft wieder Lunte gerochen hat. Bestes Kitcar wurde trotz technischen Problemen noch der Hannes Danzinger im Erdgas VW Golf IV Kitcar. Bei den Selbstzündern ging der Sieg wie gehabt an den Michi Böhm im Fiat Stilo. Bei den Historischen konnte der Sepperl Pointinger im gewohnten Ford Escort MKII seinen ersten Saisonerfolg einfahren.

 
 
Alte Helden:

 

 

Wie die Zeit vergeht?!

 

 

Raceaction:

 

 
 

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