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BERGRENNEN ST. URBAN SIMONHÖHE |
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Mit dem 4. Mountain Race Simonhöhe in St. Urban mitten im schönen Kärntnerland, das wie üblich unter der glänzenden Regie des C.A.R. Team Ferlach ausgetragen wurde, kommt die heimische Bergrennszene wieder für einen heißen Herbst auf heimisches Territorium zurück. Verweilte man bei den letzten Rennen im nahen Slowenien, so folgte mit St. Urban und dem Highlight des Herbstes in St. Agatha nun die letzten Heimrennen bevor es zum Finale wieder über die Grenzen ins deutsche Mickhausen und zum Finale nach Cividale in Italien geht. War das letzte Rennen in Lucine sehr rallyeähnlich so folgte mit diesem Rennen wieder eine höllisch schnelle Strecke, die mit bis zu 17 % Steigung mächtig auf die Motorleistung ging. Die Gesamtlänge von knapp 3 Kilometern bietet aber auch für die Zuschauer prächtige Passagen. Mit von der Partie auch die Berg - Glüher der slowenischen Meisterschaft von denen aber wegen der doch recht großen Entfernung einige sich nicht die Reise antaten. Geblieben ist aber trotzdem ein tolles Starterfeld mit rund 100 Startern und eine ansehnliche Anzahl an Teilnehmern die ihre Auto - Raritäten in Form einer Gleichmäßigkeitsprüfung den Berg hoch bewegten. Über zwei Starter haben wir uns aber trotzdem besonders gefreut, denn zum einen war das bayrische Berg – Urgestein Helmut Maier aus Passau nach seinem Herzanfall bei der Heimreise vom Bergrennen Hauenstein wieder vor Ort, und zum anderen brachte der Christian Schweiger seinen VW Golf IV Kitcar, den er beim EM – Lauf in der Schweiz einer ordentlichen Kaltverformung unterzogen hat, wieder gewohnt Top vorbereitet an den Start. Um den Sieg in der Königsklasse geisterten lange Namen wie Bormolini, Regal oder gar Faggioli herum, aber das als Vorbereitung fürs heiße EM Finale dienende Bergrennen in St. Urban hat viele durch die vorzeitige EM Entscheidung zu Gunsten des Simone Faggioli an Attraktivität verloren, aber es ist leider im Bergrennsport üblich geworden mit großen Namen auf Zuschauerfang zu gehen. Das Wetter zeigte sich grob zweigeteilt, denn am Samstag musste noch vor Ende des 2. Trainingslauf wegen der überfluteten Piste „Trainings – Aus“ gegeben werden. Diese völlig richtige Entscheidung führte dazu, dass der 3. Trainingslauf am Rennsonntag anstatt des Warm up durchgeführt wurde und hier hatten die Piloten wenigstens noch eine Gelegenheit ihre Boliden mit der benötigten Trockenabstimmung zu testen, denn der Sonntag brachte Traumwetter. Diese Bedingungen sorgten für eine Traumkulisse und die zahlreich erschienen Zuschauer konnten einen tollen Renntag erleben. Zu erwähnen, aber auch zu danken ist die Einstellung der zwei Trainingsschnellsten des Samstages, denn der Didi Holzer im Mitsubishi Lancer Evo 8 und der Andi Marko im STW Audi A4 quattro ließen sich trotz des Dauerregens nicht lumpen und gingen mit tollen Fahrten auch ohne nachhaltige Belohnung an die Grenzen der Physik. Weniger für schnelle Zeiten aber fürs Auge bestens geeignet waren die zwei Durchgänge der Bewerber des Gleichmäßigkeitsbewerbes, denn da wurden uns Boliden vom Schlage Lancia Stratos, Porsche 959 Dakar aber auch etliche Relikte vor Augen geführt und sorgten so für eine gute Einstimmung aufs Rennen, dass ohne gröbere Zwischenfälle über die Bühne ging und damit auch schon zu den wichtigsten Klassenentscheidungen. Bei den historischen Rennern sorgten mit dem Tourenwagensieger Adi Hochecker im Opel Kadett GTE und Friedrich Huber im Lola T328 die üblichen Verdächtigen für Klassensiege. In der Gr. N bis 2000 ccm konnte Lokalhero Hermann Waldy jun. im Honda Civic Type – R seinen Hauptgegner und Honda Kollegen Ales Prek aus Slowenien mit Heimvorteil und beherzten Fahrten niederringen, musste sich aber nach internationaler Wertung - wenn auch nur knapp - mit Rang zwei begnügen. In der großen Gr. N war der Didi Holzer auch im Trockenen nicht zu biegen. Die Gr. A bis 2000 ccm sah mit Christian Schweiger im VW Golf IV Kitcar den üblichen Sieger und eine Klasse höher hatte Stefan Wiedenhofer im Mitsubishi Lancer Evo 6 leichtes Spiel mit seinen Gegnern. Bei den Spezialtourenwagen bis 1600 ccm konnte Helmut Maier trotz seiner angeschlagener Gesundheit einen Sieg einfahren und bis 2000 ccm war wie üblich gegen Andi Marko kein Kraut gewachsen. Rang zwei ging wie üblich an den Michi Auer im VW Scirocco. Ein höchst willkommenes Fahrzeug konnten wir hier erleben, denn der Eder Roli hat sich den „Reserve Scirocco“ aus dem Hause Wels angelacht und dieses Paket dürfte für die Zukunft einiges Versprechen. In der großen Tourenwagenklasse war diesmal die Luft voller Spannung, denn beim Schnellsten Felix Pailer stellte sich schon nach dem 1. Rennlauf ein Riss im Motorblock des Lancia Delta Integrale heraus und er musste nach der Führung nach zwei Rennläufen zuschauen, wie bei immer schneller werdender Strecke seine Felle davonschwimmen. Der aber völlig verdiente Sieg ging somit an einen glänzend aufgelegten Alex Strobl im Gabat Ford Escort Cosworth noch vor dem Herbert Pregartner im Porsche GT2. Hier hätte nach internationalen Regeln, also ohne gestrichenen Lauf, der Herbert mit drei Hammerläufen den Gesamtsieg errungen. Für den Pailer Felix, dem in Kärnten leider das Pech ziemlich heftig an den Sohlen klebt blieb unterm Strich nur der leidvolle 4. Gesamtrang noch hinter Hanspeter Laber im Ford Escort Cosworth. Bei der Vergabe des Tagessieges hatte diesmal der Hausherr Hermann Waldy sen. im Reynard F3000 das Nachsehen, denn der sympathische Ungar Laszlo Szasz konnte ihm in seinem Reynard F. Nippon den Tagessieg abnehmen und der Hermann musste sich mit Silber begnügen. Der Berg – ÖM Tross geht jetzt Richtung Norden, wo in drei Wochen der Klassiker in St. Agatha über die Bühne geht und hier stellen sich unsere deutschen Freunde aus dem KW Berg – Cup dem Länderkampf. |
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