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    BERGRENNEN BABA (Slowakei)

     

     

    Nach einem Jahr „wilder Ehe“ mit etlichen historischen Rennfahrern kehrt die „gesamte“ Berg ÖM 2010 wieder in die Slowakei zurück. Wir hoffen die Zwistigkeiten sind damit für immer ausgeräumt und man kann in eine gesicherte und vor allem gemeinsame Zukunft blicken. Denn eine, für ÖM Verhältnisse doch recht kurze Reise, ist dieses Traditionsrennen unserer östlichen Nachbarn allemal wert. Speziell in den letzten beiden Jahren wurden viele „Altlasten“ behoben und man kann von der Pressebetreuung über Rennleitung bis hin zu den Streckenposten eigentlich nur Positives berichten. Sicher könnte man im Bezug zum Zustand einiger Leitschienen und der fehlenden Versorgungsstände berichten, aber man ist schließlich Gast und hier hat jedes Land seine eigene Anschauung. Zum Teilnehmerfeld würde ein Mathematiker wahrscheinlich folgende Hochrechnung anstellen: Eine dünne aber kampfstarke Heimmannschaft trifft auf eine eben solche aus dem Nachbarland Tschechien, dann kommen noch die auch eher dünn besetzten Heros aus Österreich dazu und zum guten Schluss noch etliche, wenn auch hochgradige EM – Kämpfer mitsamt kampfstarker Teams aus den benachbarten Ländern. Diese fünf dünnen aber kampfstarken Mannschaften ergeben ein krachendes Ganzes und fertig ist ein tolles Starterfeld. Kurz: 5 x dünnes Minus ergibt dickes Plus…Dies dann noch verteilt auf die höllisch schnelle Bergrennstrecke im Hinterland der Hauptstadt Bratislava ergibt Bergrennsport vom Feinsten. Sicher, ein Tiroler würde beim „Skiberg Baba“ höchstens von einem „Pichl“ sprechen und beim Schneeräumen gerade mal die Halbschuhe anziehen, aber das ist eine andere Geschichte. In der österreichischen Abordnung befanden sich dann auch viele Paradekämpfer, aber auch unser Berg EM Nomade Christian Schweiger kam - Rennen fahrend - unserer Heimat wieder mal erfreulich nahe. Bei diesem Starterfeld vom Schlage Simone Faggioli bei den Formelwagen und Dan Michl bei den Tourenwagen kann der kundige Rennsportfan für unsere Abordnung lediglich auf Klassensiege hoffen. Die größten Chancen natürlich wieder mal vom Mr. Zweiliter Andi Marko für den die Strecke mit dem ex STW Audi A4 quattro ja Neuland ist, aber sein diesmaliger Hauptgegner Vladimir Vitver im Eigenbau Lotus agiert dieses Jahr bekanntlich in Hochform. Nach der endgültigen Absage des Rennens in St. Agatha rückt das Meisterschaftsfinale damit mit Riesenschritten auf uns zu und gerade bei den Tourenwagen giert noch so mancher auf den möglichen Meisterschaftssieg. Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich das prachtvolle Fahrerlager wieder prall gefüllt und auch das für Baba schon gewohnte wechselhafte Wetter zeigte sich in alter Frische. Der Freitag und Samstag ging bei Affenhitze von weit über 30° über die Bühne, dass sogar der Asphaltbelag zum Schwitzen kam. Bei den Trainingszeiten möchte ich nur den Trainingssieg des Simone Faggiolie im Werks – Osella FA30 und die Tourenwagenbestzeit des Dan Michl im Opel Speedster Eigenbau erwähnen, denn aussagekräftig sind die Zeiten des Samstages wenig. Zum einen ist das Training viel mit dem „an die Grenzen gehen“ verbunden, und zum anderen stand ja der vorhergesagte Wetterumschwung für den Rennsonntag vor uns. Dieser traf dann auch pünktlich in der Nacht herein, brachte aber gottlob nicht die vorausgesagten Unwetter. Trotzdem empfing uns der Sonntagmorgen mit stürmischen Wind und lediglich 15°!!! Einziger Trost war dabei die trockene Strecke, aber dies sollte sich zwischen den Rennläufen ändern, denn dann gesellte sich zu den recht unwirtlichen Verhältnissen noch beständiger Nieselregen dazu. Bei den Zuschaueraufkommen war somit der Trainingssamstag weit besser besucht, aber dies ist in Baba recht schwer nachzuvollziehen, denn im dichten Laubwald ist ein Abschätzen der Anzahl gar nicht möglich. Beide Tage brachten aber recht viele Unfälle mit den dazugehörigen Unterbrechungen, aber passiert ist nichts Tragisches und der Zeitplan mit fixen Laufzeiten konnte damit eingehalten werden. Nun aber zum Rennen und dem Einblick in die wichtigsten Klassen mit österreichischer Beteiligung. Der Gesamtsieg bei den Historischen ging an den tschechischen Rechbergsieger Martin Vondrak im ex Brambilla March F2. Bei den historischen Tourenwagen gab es einen beinharten Zweikampf zwischen unserem Max Lamplmaier im Hundsknochen Ford Escort BDA und dem bekannt schnellen Tschechen Josef Michl im Skoda 130 RS. Nach abwechselnden Laufsiegen musste sich der Max leider mit dem 2. Gesamtrang in dieser Gruppe zufrieden geben. Kommen wir in die Gr. N. Bis 2000 ccm folgte der logische Sieg des Slowenen Ales Prek im bekannt schnellen Honda Civic Type R. Über 2000 ccm ging der Sieg an den Lokalhero Peter Jurena im Mitsubishi Lancer Evo 9. Didi Holzer im älteren Evo 8 musste sich mit dem 4. Platz zufrieden geben, aber wer den Mixnitzer kennt weis, dass Baba nicht gerade seine Lieblingsstrecke ist. In der Gruppe A dann eine handfeste Überraschung. Rene Martinek siegte mit seinem Honda Civic Type R in der Klasse bis 2000 ccm doch etwas überraschend und konnte seinen tschechischen Hauptkonkurrenten Jiri Theimer im weit stärkeren Peugeot 306 Kitcar auf die Plätze verweisen.  Lang hielt die Freude über den Klassensieg nicht an, denn bei einer Nachuntersuchung der Offiziellen wurden falsch dimensionierte Bremsscheiben am Honda Civic festgestellt. Da diese aber so gut wie keinen Vorteil bringen, kann man zumindest moralisch gesehen, vom echten Klassensieger Rene Martinek sprechen. Der Gesamtsieg in dieser Gruppe ging, wie sollte es anders sein, an den einheimischen Rallyestar Igor Drotar im Skoda Fabia WRC. Gleich hinter ihm aber schon unser derzeitig einziger permanenter EM Starter Christian Schweiger im Mitsubishi Lancer Evo 7 aus dem Hause Stohl Racing. So nebenbei reichte dies noch für den 19. Gesamtplatz. Leider vom Pech verfolgt sein Hauptrivale Achim Kreim aus Deutschland der mit seinem Mitsubishi keinen Lauf ins Ziel brachte. Guter Vierter dieser Klasse der Stefan „Weidenhofer“ (O-Ton des Streckensprechers) mit seinem Evo 6 Mitsubishi. Jetzt aber ab zu den Spezialtourenwagen. Bis 2000 ccm hatte der Andi Marko im ex STW Audi A4 quattro das Training dominiert, aber der 1. Rennlauf sollte mit einem seiner seltenen Dreher voll in die Hose gehen. Eine Heckstoßstange musste als Abschreibposten herhalten, aber viel tragischer fiel der Zeitverlust ins Gewicht. Im 2. Rennlauf hat der Andi dann noch die schnellste Tourenwagenzeit in den nassen Asphalt gebrannt, aber der Klassensieg war futsch. Somit ging der Klassensieg bei den Tourenwagen E1 -2000 ccm an den Tschechen Vladimir Vitver im Eigenbau Lotus WR 9/2 der sich aber diesen Sieg redlich verdient hat, denn dieses Projekt, dass auf einem weißen Blatt Papier begonnen hat, verdient doch höchstes Ansehen. Einen hervorragenden 3. Klassenrang erzielte in dieser Klasse mit Megafahrten der Roland Eder im pfeilschnellen VW Golf I. In der „großen“ Tourenwagenklasse war gegen Dan Michl im Opel Speedster wieder mal kein Kraut gewachsen. Überlegener Sieg dieses Paketes und er unterstreicht somit wieder mal seine Vormachtstellung bei den Tourenwagen auf den europäischen Bergen. Am nächsten kam ihm der slowakische Ford Händler Martin Kois im wunderschönen Ford Focus MK II. Die österreichische Elite glänzte mit Abwesenheit der genannten Felix Pailer und Hanspeter Laber. Einziger Hoffnungsschimmer hier aber der immer besser in Schuss kommende Gernot Chlupacek im Ford Escort Cosworth mit reichlich Gabat Power unter der Haube. Herausgesprungen ist ein durchaus herzeigbarer 5. Platz in dieser hart umkämpften Klasse. Die Tourenwagenklasse E2 brachte den nicht überraschenden Sieg des Tschechen Milan Kasparek im ex DTM Audi TT – R und die Sportwagenklasse E2 SC brachte den logischen Sieg des Italieners Adriano Zerla im pechschwarzen Osella PA21. Der Tagessieg ging, wie sollte es anders sein, an den derzeit schnellsten Mann auf europäischen Bergen. Simone Faggioli aus Italien dominierte alle Läufe, egal ob trocken oder nass, und bügelte mit seinem Werks – Osella FA30 seine Gegner. Ähnlich wie am Rechberg steigerte er ständig seine Leistung und wer weis welche Zeit bei trockenen Verhältnissen am Ende herausgekommen wäre. Ihm am nächsten kam noch der Dusan Neveril im Lola F3000 aus Tschechien, der im nassen 2. Rennlauf  eine mächtige Zeit einfuhr und sich diesen Platz sicherte. Bester Österreicher mit Gesamtplatz 17 wurde Hermann Waldy sen., der mit seiner schon bekannten Regenschwäche einen besseren Gesamtplatz mit seinem Reynard F3000 verpasste.

    Raceaction:

     

     

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    Air Skoda:

     

    Das diesjährige Bergrennen in Baba brachte jede Menge Ausrutscher, Dreher aber auch etliche Unfälle. Den wohl spektakulärsten Abgang vollführte der einheimische Andrej Kacvinsky mit seinem Skoda Favorit. Da wie auch bei den anderen Unfällen außer verbeultes Blech und zerbrochenes Plastik nichts passiert ist, können wir die folgenden Unfallbilder ohne schlechtes Gewissen zeigen.

         
         
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    Seitenblicke:
     
     
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