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BERGRENNEN BABA 2009 |
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Während im heimischen Bergrennchampionat die slowenischen Rennen in Ilirska Bistrica und Lucine vor der Tür stehen, fand in Baba im Hinterland von Bratislava der Berg EM Lauf der Slowakei statt. War dieses Rennen lange auch Austragungsort eines Rennens zur heimischen Bergmeisterschaft so hat man sich leider im Vorjahr wegen einiger Kleinigkeiten „auseinandergelebt“. Ich möchte jetzt aber gar nicht auf so manche Streitpunkte eingehen, denn zum einen kann man in die genaueren Entscheidungen der zuständigen Gremien eh nicht einsehen, und zum anderen stehen ja andere, vielleicht sogar auch bessere Herausforderungen, wie wir in Verzegnis erlebt haben, bevor. Es ist halt nur schade, denn kaum ein anderer EM Lauf im Umland von Österreich bietet einen so guten Streckenverlauf und ist außerdem noch so günstig zu erreichen. Nichts desto trotz haben sich doch eine Hand voll Teams aus good old Austria eingefunden, denn gerade bei den historischen Rennern können die Teams ja aus mehreren Veranstaltungen ihre Entscheidungsrennen wählen. Bei den Modernen folgte lediglich unser „Welten(Euro)bummler in Sachen Bergrennsport“ Christian Schweiger mit dem VW Golf IV Kitcar den Aufruf des Veranstalters, und kämpfte um EM Punkte und um Ruhm und Ehre für unser Land. Das großteils slowakische und tschechische Fahrerfeld zeigte sich auch ohne österreichische Beteiligung recht gut gefüllt und auch viele Heros aus der EM fanden sich auf der höllisch schnellen Strecke ein. Bei der Vergabe des Gesamtsieges hätten wir bei der Anwesenheit der Europameisterschaftselite eh kein Gegenargument beisteuern können, aber gerade in den Tourenwagenklassen wären wir mit unseren Kämpfern richtig gut aufgestellt, denn speziell der Allradvorteil unserer Top Boliden im Regen ist hier nicht zu unterschätzen. Wie uns das Vorjahr gezeigt hat, spielt der Faktor Regen in Baba eine große Rolle und schon die Voraussagen kündigten uns sehr wechselhafte Bedingungen an. Die Organisation zeigte sich gegenüber den Vorjahren deutlich verbessert und auch die teilweise neuen Streckenposten zeigten fachliches Verständnis. Sehr überrascht waren wir wenigen österreichischen Fans als uns der Streckensprecher auf Deutsch willkommen hieß, aber auch die Streckenposten hielten uns mit englischen und gar deutschen Übersetzungen auf dem Laufenden. Der 1. Trainingslauf am Samstag brachte uns dann bei immer schlechter werdenden Wetterbedingungen gleich mal zwei längere Unterbrechungen, da zum einen der Fiat 128 des Milan Stejskal am Heck Feuer fing, und leider hat auch unser Michael Mitterer seine fahrende Kreissäge namens Mazda RX3 gegen eine Böschung gesetzt, was für ihn die Heimreise bedeutete. In der Pause zum 2. Trainingslauf setzte dann intensiver Dauerregen ein und da für den Rennsonntag wieder Schönwetter vorausgesagt wurde, strich die Rennleitung völlig zu recht den 2. Trainingslauf. Ein hinaufrollen in Schritttempo mit der für Sonntag benötigten Trockenabstimmung hätte bei diesen Bedingungen keinem was gebracht. Der Regen gepaart mit heftigen Sturm brachte im Fahrerlager die Überdachungen zum Fliegen, aber am meisten taten einen die doch zahlreichen Zeltbewohner leid, die mit Regen und Schlamm kämpften. Schnellster des einen Trainingslauf war Lokalhero Vladimir Stankovic im Reynard Ford F3000 und bei den überdachten Silhouetten Tourenwagen E2 war der Dan Michl im Opel Speedster Turbo Eigenbau am schnellsten. Der Rennsonntag brachte uns anfangs noch Wolkenreste, die sich aber schnell verzogen, aber nur wenige Zuschauer fanden sich am Skiberg Baba ein. Beim Ablauf des Rennens kam leider wieder der Osttrott durch, denn bei diesem doch etwas kleinen Starterfeld wäre sich locker am Vormittag ein zusätzlicher Trainingslauf ausgegangen. So ergab es sich, dass es bei einem fast zwischenfall- losen Rennen die Zuschauer zu einer Mittagspause von 3 Stunden kamen, bei der die einen ihre Luxusschlitten fast in Renntempo über die geöffnete Strecke trieben, und die anderen sich mit Bier und Fusel vollaufen ließen um dann den 2. Rennlauf zu verschlafen…Das Rennen selbst brachte uns mit dem Italiener und Rechbergrennensieger Fausto Bormolini im Reynard F3000 einen würdigen Sieger gefolgt von dem uns bestens bekannten Ungarn Laszlo Szazs ebenfalls mit einem Reynard F3000. Bei den überdachten Silhouetten Tourenwagen E2 war der Dan Michl im Opel Speedster Turbo Eigenbau auch im Rennen nicht zu biegen und ihm folgte sein tschechischer Landsmann Milan Kasparek im ex DTM Audi TT-R. Der Sieg bei den echten Tourenwagen nach E1 ging an den Lokalhero Martin Kois auf seinem Ford Focus WRC. In der Gruppe A -2000 ccm setzte unser Christian Schweiger mit seinem VW Golf IV Kitcar wieder Fabelzeiten in den Asphalt und außer einem überlegenen Klassensieg reichte seine Zeit für den 28. Gesamtrang und 9. Tourenwagenplatz. Schnellster der Gruppe A war der tschechische Vaclav Janik im gewohnten Mitsubishi Lancer Evo 8 vor dem slowakischen Publikumsliebling und Rallyefahrer Igor Drotar im Skoda Oktavia WRC, aber dahinter schon der Christian Schweiger!!! In der Gruppe N ging der Gesamtsieg auch an einen Einheimischen, nämlich an den Peter Jurena im Mitsubishi Lancer Evo 9. Erfreulich hier der 2. Platz des Polen Grzegorz Grzyb mit dem Fiat Punto S2000, der zwar in der neuen Klasse S20 geführt wird aber mit Gruppe N Mitteln kämpft. Besonders neugierig waren wir aber auf das Abschneiden unserer historischen Kämpfer. Unser schnellster war wie so oft der Friedrich Huber mit dem Lola 328 und er musste sich nur drei tschechischen Fahrern mit wesentlich stärkeren F2 Boliden geschlagen geben. Ebenfalls von drei tschechischen Skodas musste sich unser schnellster historischer Tourenwagenfahrer Leo Theuretsbacher mit seinem BMW 2002 ti schlagen lassen. |
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