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BERGRALLYE LÖDERSDORF
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Über 150 lange und schiache Tage haben wir überstehen müssen, aber nun ist das Warten vorbei. Die österreichische Bergrennsaison 2010 oder besser gesagt Bergrallyesaison 2010 ist eröffnet. Wie in den letzten Jahren schon üblich startete das Auftaktrennen im südoststeirischen Lödersdorf. Der Veranstalterklub MSC Lödersdorf hat zum Auftakt der 30. Saison dieser Erfolgsserie gerufen und für den Monat März ein recht ordentliches Teilnehmerfeld von fast 80 Startern zusammengebracht. Beim Fahrerfeld gab es etliche Umsteiger, Neueinsteiger und wundervolle neue Fahrzeuge, aber dazu mehr in den Klassenergebnissen. Bei der Klasseneinteilung gibt es auch nicht viel Neues, außer dass man die Gr. N von der Gr. A getrennt hat. In diesen neuen Klassen hat man nun ehemalige Renn-Boliden der Gruppe H nach ihrer damaligen Zugehörigkeit eingefügt und es sind somit die neuen Klassen Gr. N, H/N und Gr. A, H/A entstanden. Dies gewährleistet größere Starterfelder und die betroffenen Boliden stehen nicht ungenützt in diversen Garagen herum. Das Wetter hatte bis vor kurzem noch nach keiner Bergrallye ausgesehen, aber sich doch noch mit Frühlingstemperaturen und sonnigem Himmel eingestellt, und diese Umstände sorgten für eine Prachtkulisse vor 5.000 begeisterten Fans. Das Training brachte uns dann gleich einmal Action pur, denn nach nur wenigen Minuten rollte der Gerhard Lehner seinen 1er Golf 2x nach der berüchtigten Zielkurve ab. Im 2. Trainingslauf konnte Mr. Bergrallye Felix Pailer einen größeren Abflug in derselben Kurve mit all seiner Routine gerade noch verhindern. Während man im Pailix Team die Schäden am Lancia Delta Integrale recht schnell wieder behoben hat, war der Renntag für den Gerhard Lehner gelaufen, aber der konnte froh sein, dass er diesen Abflug heil überstanden hat. Die Verzögerung hielt sich in Grenzen, denn der umsichtige Rennleiter mitsamt seinen Helfern war hier wie auch am ganzen Renntag immer Herr der Lage. Trainingsschnellster war der Franzl Nowak im Lancia Delta Integrale, aber der Abstand zu seinen Verfolgern lies auf einen heißen Nachmittag hindeuten. Nun aber zum Rennen und hier gab es bei den Historischen ein Kopf an Kopf Rennen zwischen den Ford Escort Tretern Max Lamplmaier und dem Vorjahresmeister Mario Krenn, dass letztendlich der Max knapp für sich entschied. In der Gr. N -2000 ccm ging der Sieg an den Michi Kubica im Renault Clio, während eine Klasse höher über 2000 ccm der Bergfux Herbert Pregartner im „Winter – Subaru Impreza“ sich keine Blöße gab und diese Klasse gewann. Die Gr. A/H bis 2000 ccm sicherte sich Seriensponsor Heli Herzog mit dem nun Feuerwehr-roten Cup Renault Clio III. Auch hier gab es eine Klasse höher über 2000 ccm mit dem Stefan Wiedenhofer im Mitsubishi Lancer Evo 6 keinen sonderlichen Überraschungssieger. Bei den spez. TW -1400 ccm und -1600 blieb auch alles beim Alten, denn mit Günter Strohmeier im Alfa Sud und Robert Unger im VW Golf waren an der obersten Stelle des Treppchens keine Neulinge. Bei den 1600ern wechselte der Martin Gollinger in den pfeilschnellen Fiat Ritmo des Christian Pfeiffer, der sich nach vielen Jahren im Championat eine Auszeit gönnt. In der spez. TW Klasse bis 2 Liter gibt es mit dem Wiedereinsteiger Wels Michi einen zweiten Kronprinzen, denn bei „natürlichem Verlauf“ der Rennen wird auch er gegen das Paket Andi Marko im STW Audi A4 quattro nichts ausrichten können. Im Falle Lödersdorf legte der Andi im Audi dann aber so eine Performance an den Tag, dass er nach dem logischen Klassensieg den längst fälligen 1. Gesamttagessieg einfahren hat können. „Best of the Rest“ diesmal der Michi Auer vor Michi Wels beide auf VW Scirocco. Bei den starken Zweiradlern gilt auch heuer wieder Rupert Schwaiger im Porsche GT2 993 als der, den es zu Schlagen gilt und der Rupert lies schon im Training nichts anbrennen. Seine übliche Lödersdorf Stärke brachte ihn zum logischen Klassensieg auch noch die 2. Gesamtzeit ein, lediglich der Marko Andi kam ihn diesmal in die Quere. Um den 2. Platz in dieser Klasse matschten sich wie üblich der Plambo Platzer im gewohnten BMW 320 M3 und Lokalhero Karl – Heinz Binder im „runderneuerten“ Ford Sierra Cosworth. Letztendlich konnte der Karl – Heinz den 2. Platz einfahren. Seit langem können wir in dieser Klasse mit einem zweiten Geschoß aus dem Hause Porsche im Bergrallyesport rechnen. Mit Manuel Seidl, der bisher nur sporadisch bei Bergrennen mitgefahren ist, können wir einen lupenreinen Cup 996er GT3 in dieser Saison erleben und dieses Paket soll doch noch einiges an frischen Wind in diese Klasse bringen. In der Königsklasse gibt es dann doch die meisten nachhaltigen Veränderungen. Der schnellste Mann des Vorjahres Hanspeter Laber hat seine langjährige Ankündigung wahr gemacht und wird wenn überhaupt nur mehr sporadisch den Gabat Ford Escort Cosworth an den Start bringen. Ich will hier gar nicht lange in die Geschichten seiner Privatsphäre eindringen und auch nicht über seinen Beliebtheitsgrad im Fahrerfeld eingehen, denn im Sinne des Bergrallyesports reisst er sicher eine Lücke auf. Diese Lücke will ein anderer „alter“ Bekannter nun schließen. Der langjährig Schnellste der zwei Liter Klasse Gerhard Landl hat seine durchaus gelungene Premiere von Gossendorf 2009 zum Anlass genommen und ist fix in die große Klasse aufgestiegen. War es damals noch ein Leih – Cossi aus dem Gabat Refugium, so hat er sich den Ernstl Zink Escort Cosworth angelacht und man kann ihn nur alles Gute für die Zukunft wünschen, und hoffen, dass dieses prachtvolle Fahrzeug den Fluch von St. Agatha vergessen hat. Beim Auftakt in Lödersdorf schlug aber schon im Vorfeld der Defektteufel zu, den beim Probelauf am Vortag hat sich das Getriebe am Ford Escort Cosworth verabschiedet. Der Sieg in der Königsklasse ging wie nach dem Training schon zu erwarten war an den Franzl Nowak, denn nach dem Trainingsabflug des Felix Pailer lief am Lancia Delta Integrale dann doch einiges nicht so rund. |
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Raceaction:
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| To fast for Lödersdorf: | ||
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