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BERGRALLYE AUERSBACH 2009 |
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Spezial
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Am 9. Mai fand am Hauptplatz in Leoben eine Veranstaltung der etwas anderen Art statt. Zum einen rührte der Hanspeter Laber für sein Bergrennen in Kitzeck am 30. + 31. Mai 2009 kräftig die Werbetrommel, und zum anderen stellte sein Edeltuner in Form der Ing. Gabat Tuningschmiede etliche der im Hause entwickelten Geschosse aus. Abgerundet wurde diese Vorführung mit einem Fanshop und den tollen Filmen der Bergrennfreaks Hillclimbfans, die sich persönlich mit Rat und Tat der staunenden Bevölkerung stellten. Der eigentliche Star der Veranstaltung war aber die sagenumworbene Rennflunder Ford RS200 aus dem Hause Gabat. Viel wurde über dieses Auto schon gemunkelt, und während die einen schon von einem Verkauf redeten, so sind jetzt doch viele Neider und Kritiker vors Licht geführt worden. Zum Fahrzeug selbst kann man nur berichten, dass es noch immer ohne Motor und Getriebe verweilt, und das Design entspricht noch immer dem des Vorbesitzers Dieter Knüttel. Wichtig für uns Motorsportfans ist aber wohl eh, dass es dieses Relikt der Gruppe B noch in Österreich gibt, und die Fa. Ing. Gabat Tuning an diesem Projekt festhält. Nachfolgend noch einige Bilder von dieser Vorführung. |
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Rückblick
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Der Fotofux wäre ja nicht er, hätte er zum Thema Ford RS200 nicht noch etwas parat. Entwickelt wurde diese Ikone der Gr. B in der damaligen Ford Motorsportschmiede im englischen Boreham. Wollte man in der damaligen Rallye WM mitreden, bedurfte es einer Rennmaschine dieses Genres. Ford ging nach dem Weltmeistertitel vom Ari Vatanen 1981 im Ruhmesmodel Ford Escort MKII BDA einen ähnlichen weg wie Audi, und entwickelte auf dem Nachfolgermodell MKIII eine Version mit Turbo und Allradantrieb. Kaum war 1984 der erste Renner fertig, kam die Erleuchtung und man hat einfach die Entwicklung der damaligen Gruppe B verschlafen, denn längst waren Fahrzeuge, die auf Serienbasis entstanden, passe. Den Ton gaben Prototypen vom Schlage Peugeot 205 T16 und Lancia Delta S4 an bei denen über ausgeklügelte Mittelmotor und Allradtechnik einfach eine dem Serienfahrzeug ähnliche Karosse aus federleichten Materialien gestülpt wurde. Erleichtert wurde dieses Vorhaben auch, dass lediglich 200 Stück dieser Renngeräte für die Zulassung gebaut werden mussten, und deshalb auch die Typenbezeichnung RS200. Aus Insiderkreisen der FIA sickerte aber auch durch, dass es gar eine Prototypenserie S geben könnte, die keine Markenformbindung und Mindestauflage mehr hatten. Schnell hatte man bei Ford den Typ RS200 auf Kiel gelegt, der abgesehen von den Rückleuchten der Massenware Sierra nichts mehr mit einem Serien Ford zu tun hatte, und baute die vorgeschriebenen 200 Stück um dem Gruppe B Reglement zu entsprechen, aber auch die Auflagen der Zukunftsklasse S wurden erfüllt. Wie sich im Nachhinein herausstellte, fehlte einfach die nötige Zeit, obwohl man sogar noch eine Evo – Version nachgeschoben hat, und man hatte mit Stig Blomquist zwar einen genialen Rallyeweltmeister ins Boot geholt, aber der war nicht der Top Testfahrer, und durch die schweren Unfälle in der damaligen Rallye WM wurde die Gruppe B Ende 1986 abgesetzt und die Gruppe S nie eingeführt. Die verbliebenen Rennflundern wanderten zum einen in die diversen Rallycross Meisterschaften, und zum anderen in feinste und meist vollklimatisierte Garagen. Auf die Berge gesellte sich nur der norwegische Multimillionär, und Rallycrossfahrer Thor Holm, der in seinem Besitz mehr Ford RS200 hatte als ein durchschnittlicher Tischler Finger an einer Hand. Mit einer recht „zivilen“ Version wollte er beim Rechbergrennen 1989 starten, aber auch beim Kultrennen am amerikanischen Pikes Peak nahm er mit einem gut 700 PS starken Flügelmonster teil. Etwas später startete der deutsche Avon Rennchef Dieter Knüttel mit einem RS200 recht erfolgreich auf deren Bergen, und eben dieses Fahrzeug befindet sich in der Garage der Gabat Rennschmiede. Die Hauptaufgabe und Herausforderung der Gabat Techniker wird es nun sein modernste Errungenschaften wie z.B. Renn – ABS und Traktionskontrolle gepaart mit bärenstarkem Motor und sequentiellen Getriebe in die bestens geeignete „Hülle“ des Klassikers einzufügen, und vor allem funktionsfähig zu machen. Nachfolgend einige Bilder von diversen RS200 Auftritten. |
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Im Jahre 1989 kam der besagte Thor Holm mit einer recht zivilen Version zum Rechbergrennen. Leider traten schon am Freitag gröbere technische Probleme auf und er musste schon vor Trainingsbeginn aufgeben. |
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Ein Jahr zuvor trat er beim damals wohl bekanntesten Bergrennen an. Das Pikes Peak Bergrennen in Amerika führte auf über 4.000 Höhenmeter, und hier war vor allem hohe Motorleistung und mächtiges Flügelwerk gefragt wie man an dem Bild sieht. Mit diesem Fahrzeug bestritt er aber auch Rallycrossrennen, wie dieses Bild beweist. |
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Die wohl schärfsten Ford RS200 Modelle entwickelte der norwegische Rallycrosser, und begnadete Tuner Martin Schanche und diese Fahrzeuge und sein außergewöhnlicher Fahrstil bescherten ihn etliche Europameistertitel. |
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Eine der meistgeschätzten Attraktionen dieses Fahrzeugtyps Ford RS200 waren aber sicher der tolle Sound und die mächtigen Turbofeuer. |
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Bergrallye Auersbach 2009
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Nach vierwöchiger Pause ging die Bergrallyesaison 2009 in ihre 4. Runde und das Veranstalterteam vom Freizeitklub Edelsgrub rund um Ewald Scherr konnte mit gewohnt tollem Bergrallye – Starterfeld aufwarten. Die Zuschauerkulisse litt aber doch an dem Zeitgleich ausgetragenen Rallycross ÖM Lauf in Greinbach. Man fragt sich bei solcher Termingestaltung, ob in so manchen Gremien Motorsportgegner das Zepter führen, denn förderlich für Fans und Veranstalter ist diese Vorgehensweise sicher nicht. Nun aber zurück zur Bergrallye, und hier war man gespannt inwieweit die Hauptprotagonisten die Pause oder die ÖM Läufe am Rechberg und St. Anton genutzt haben um ihre Geschoße weiterzuentwickeln. Beim Wetter sorgten die fast schon hochsommerlichen Temperaturen, und nach Nebelauflösung der fast wolkenlose Himmel für den ersten richtig warmen Bergrallyetag dieser Saison. Diese Voraussetzungen nützten die Fahrer natürlich um ihre Fahrzeuge an die Grenzen der Physik zu treiben, und so sahen die zahlreichen Zuschauer etliche Ausritte, die aber über den Tag gesehen alle glimpflich ausgingen. Die Streckenposten und der Rennleiter hatten das Geschehen ständig unter Kontrolle, und somit hielten sich die Verzögerungen in Grenzen. Das Rennen selber brachte einige Überraschungen und zwei höchst willkommene Gäste. Am Vormittag legte Vizebergstaatsmeister Herbert Pregartner mit dem KTM X-Bow einige heiße Spuren aufs Parkett, und am Nachmittag setzte der amtierende PWRC Rallye Weltmeister Andreas Aigner noch eins drauf, und pilotierte den Gewinner einer Verlosung mit selbigen Auto den Berg hoch. Als Draufgabe gab es noch eine Vorführung wie die Strecke mit einem Mitsubishi Lancer Evo X befahren werden sollte. Nun aber in die einzelnen Klassen, wo es wie schon erwähnt einiges an Überraschungen gab. Bei den Historischen hatte Nikolaus Wolf die Fiat 131 Abarth Schnauze vorne. Bei den 2 Litern Tourenwagen gaben in der Gr. A bzw. Gr. H die Renault Clio Piloten Helmut Herzog und Jürgen Pratl wie gewohnt den Schritt vor, und in der großen Gr. H gab Manfred Fuchs mit seinem Lancia Delta Integrale ein kräftiges Lebenszeichen, und verwies die Mitsubishi Lancer Flotte angeführt vom Didi Holzer vor dem Stefan Wiedenhofer auf die Plätze. Bei den STWs bis 1400 gab es mit dem Johannes Almer auf dem pfeilschnellen VW Polo den üblichen Sieger. Eine Klasse höher bis 1600 ccm siegte mit tollen Zeiten Robert Unger im VW Golf. Hektik kam in der Klasse bis 2000 STW auf, als beim Seriensieger Andi Marko und dessen STW Audi A4 quattro im Rennen eine Antriebswelle abscherte, aber hier wurde ebenso schnell repariert als gefahren, und der Sieg war dadurch nie in Gefahr. Best of the rest hier Peter Rack im Opel Corsa, nachdem Dauerrivale Gerhard Landl seinen BMW 318 überraschend verkauft hat, aber gleichzeitig ein Comeback ankündigte. In der großen Zweiliterklasse war auch diesmal gegen Rupert Schwaiger im Porsche GT2 kein Kraut gewachsen und nach einigen Ausfällen stieg hier Silberpfeil Karl Werner im Turbo VW Golf auf die zweite Stufe des Treppchens. In der Königsklasse gab es mit Veranstalter Ewald Scherr auch den größten Pechvogel, denn durch technische Probleme und einem Dreher, ging so alles Schief was man sich nur vorstellen kann. Mit dem Andi Gabat war auch der regierende Bergstaatsmeister vor Ort, aber ich kann es schon vorwegnehmen, er spielte bei der Siegvergabe keine Rolle. Hier schien der Sieg nach dem 1. Rennlauf an den Hanspeter Laber zu gehen, aber einen hatte wohl keiner auf der Rechnung. Im 2. und 3. Rennlauf wuchs Franzl Nowak im Lancia Delta Integrale zur Höchstform heran, und setzte Zeiten in den heißen Asphalt, dass alle Gegner und Zuschauer nur staunten. Dieser Sieg, dem ihn wohl jeder gönnte, sorgte für den 4. Gesamtsieger bei ebenso vielen Rennen der heurigen Saison. Platz zwei ging an den Laufsieger des 1. Rennlaufes Hanspeter Laber im Ford Escort Cosworth, und Platz drei ging an Rekordmeister und Nowak Markenkollege Felix Pailer. |
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Raceaction:
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Weltmeister:
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Showmaster:
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